Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Niederwinkling wurde von unsrem Kameraden Baier Johann (Jo) zusammengestellt. Vielen Dank dafür!!

2018:

Die Freiwillige Feuerwehr Niederwinkling besteht aus sieben Löschgruppen mit etwa 65 Aktiven (davon 10 Frauen), sowie aus etwa 410 Vereinsmitgliedern. Die aktive Truppe gliedert sich u.a. auf in 25 Atemschutzgeräteträger, 8 Feuerwehrsanitäter, 18 Fahrzeugmaschinisten mit Führerscheinklasse CE, 3 Zugführer, 10 Gruppenführer und 10 Ausbildern.

Die Jugendfeuerwehr Niederwinkling ist in 2 Jugendgruppen  mit insgesamt  26 Jugendlichen aufgeteilt.

Die Schutzausrüstung besteht aus:

65 HUPF-Schutzanzügen mit Sicherheitshandschuhen (Brand- und THL),      65 Schuberth-Halbschalenhelmen mit Visier und Nackenschutz 65 Paar Sicherheitsstiefel  (Haix) und 20 Sicherheitsgurte

26 Jugendfeuerwehr-Schutzanzügen und Jugendfeuerwehrhelmen,         sowie 26 Paar Sicherheitsstiefeln und – Schutzhandschuhen.

Die durchschnittliche Einsatzstärke beträgt 21 Aktive (Löschzugbesatzung). Die Wehr rückt jährlich zu 50-60 Einsätzen aus, Haupteinsatzgebiet ist die BAB A3.

Alarmiert werden die Einsatzkräfte über eine Hochleistungssirene (wird zurzeit für alle Alarmstufen ausgelöst), 20 Funkmeldeempfänger sowie über eine SMS-Handyalarmierung. Das SMS-Gerät wird auch zur Information über Übungen oder sonstige dienstliche Veranstaltungen verwendet.

Aufgrund des fortgeschrittenen Alters (27 Jahre) des TLF 16/25 wurde eine Ersatzbeschaffung bei der Gemeinde beantragt. Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Anschaffung eines TLF 4000, welche auch von der Regierung von Niederbayern gefördert wird.

Die Gemeinde Niederwinkling hat etwa 2800 Einwohner, etwa 2500 Arbeitsplätze stehen in verschiedenen Betrieben zur Verfügung. Neben unseren aktiven Kameraden fahren je nach Schichtzeiten auch Kameraden anderer Feuerwehren bei uns mit. Neben dem Bauhofpersonal bilden die Aktiven, die in Niederwinkling arbeiten, das Rückgrat der aktiven Feuerwehr. Somit kann die Bevölkerung auf eine schlagkräftige, schnelle Hilfe durch die Freiwillige Feuerwehr Niederwinkling rechnen, sobald diese benötigt wird.

2017:

Zusätzlich zur Einsatzmitteilung über Funk, Fax und SMS wurde ein großer LED-Bildschirm in der Fahrzeughalle angebracht. Mit dem System SIRENE-112 wird, sobald ein Alarm einläuft, der Bildschirm gestartet. Das System zeigt dann den Grund der Alarmierung, Ausrück-Ordnung und die Lage des Einsatzortes auf einer digitalen Karte an.

 

2016:

Einführung von Digitalfunk bei den Feuerwehren im Landkreis Straubing-Bogen. Alle Einsatzfahrzeuge haben jetzt neben analogen auch digitale Funkgeräte an Bord. Analoge Handfunkgeräte wurden ebenfalls durch digitale „HRTs“ ersetzt, nur die Alarmierung erfolgt noch in analoger Form. Mit mehreren Schulungen und Funkübungen wurden die aktiven Feuerwehrfrauen- und männer in den digitalen Funkverkehr eingewiesen.

Eine neue Hochleistungssirene mit acht Lautsprechern, Tonerzeuger und Akku (bei Stromausfällen) wurde auf dem Dach des Schulhauses installiert. Die Sirene auf dem Feuerwehrhaus wurde abgebaut und einer anderen Feuerwehr überlassen. Eine Höhen-Sicherungsgruppe wurde eingeführt und ausgestattet

2014:

Da der Gerätekoffer des TLF 16/25 immer mehr Roststellen aufwies, wurde das Fahrzeug „optisch aufgemöbelt“ Die rostigen Teile wurden durch neue ersetzt und die Beklebung wurde der Beklebung des HLF 20/16 angepasst.

2011:

Nachdem das HLF 20/16 mit einer Verkehrssicherungshaspel ausgestattet war, wurde auch das TLF 16/25 mit einer derartigen Haspel zur Selbstabsicherung ausgestattet. Zusätzlich wurde noch eine TRI-Blitz-Anlage am Fahrzeugheck angebracht. Es ist ein sehr seltenes Bild, da Tanklöschfahrzeuge mit aufgeprotzter Haspel in unserem Bereich ansonsten nicht vorhanden sind.

2010:

Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte unserer Feuerwehr war die Anschaffung eines neuen Hilfeleistungs-Löschfahrzeuges 20/16, welches als Ersatzbeschaffung für das TSF gedacht war. Ein Mercedes Atego mit 290 PS und Rosenbauer Alu-Aufbau wurde in Linz abgeholt. Das HLF 20/16 ist mit einem 2000 l Wassertank und einem 200l Schaummitteltank ausgestattet. Die Heckpumpe hat eine Leistung von 2000 l Wasser/Minute und eine automatische Schaumzumischung (Digidos). Eine 5to Seilwinde mit Kabelfernbdienung, die gleiche Steuerung hat auch der pneumatisch ausfahrende Lichtmast mit zwei 1500 Watt Scheinwerfern, eine Fahrzeug-Dynawattanlage mit 7 kV, ein Wasserwerfer auf dem Gerätekofferdach, ein Sprungkissen, eine Verkehrsleitanlage am Fahrzeugheck, ein erweiterter hydraulischer Rettungssatz (ähnlich dem RW1), eine optimale Löschgeräteausstattung, ein 14 kV-Notstromaggregat, eine Schlauchhaspel (120m B-Schlauch) und eine Verkehrssicherungshaspel runden die Ausstattung ab, ebenso vier Atemschutzgeräte im Mannschaftsraum. Mit dieser Anschaffung hat die FFW Niederwinkling zwei hydraulische Rettungsgeräte.

Die Einsatzzahlen steigen stetig an. Das Floriani-Fest wurde zum 25. Mal abgehalten

2008:

Eine Wärmebildkamera /Bullard) mit Monitor und Fernübertragung wurde von der Gemeinde Niederwinkling angeschafft. Zunächst wurde die Wärmebildkamera auf dem TLF 16/25, dann im neuen HLF 20/16 verstaut. Mittlerweile hat die WBK schon einige erfolgreiche Einsätze hinter sich.

 

2007:

Durch den immer größer werdenden Aufgabenbereich wurde die Ausstattung des TLF 16/25 den erforderlichen Bedürfnissen angepasst. Ein Wasserwerfer wurde auf dem Dach des Gerätekoffers angebracht für den Einsatz ist der Werfer höhenverstellbar. Weiterhin wurde das 5kV-Notsromaggregat durch ein größeres mit 13 kV ersetzt. Am Heck wurde ein pneumatisch ausfahrbarer Lichtmast mit zwei 1000 W Scheinwerfern angebracht. Lichtmast und Schweinwerfer sind über eine Kabelfernbedienung zu bedienen. Das bisherige Heck-Blaulicht wurde durch einen Blaulichtbalken ersetzt.

2004:

Nachdem das bisherige VW-MZF immer größere Mängel hatte und damit nur bedingt einsatzbereit war, wurde von der Gemeinde und dem Feuerwehrverein ein neues MZF auf Basis Mercedes Sprinter angeschafft. Das Mercedes-MZF wurde von der Firma Furtner & Ammer in Landau/Isar abgeholt. Das Fahrzeug ist mit analogen und digitalen Funkgeräten mit je zwei Sprechstellen sowie fünf digitalen HRTs ausgestattet. Zum Ziehen des Feuerwehranhängers wurde das MZF mit einer Anhängerkupplung ausgestattet.

2003:

Die ersten weiblichen Feuerwehrangehörigen traten in den aktiven Dienst ein.

Um sich an der Beschaffung eines neuen Mehrzweckfahrzeuges finanziell zu beteiligen, organisierte die FFW Niederwinkling nach 14 Jahren wieder eine Faschingshochzeit. Über 40 Gruppen und Vereine beteiligten sich an diesem Spektakel. Bislang war dies die letzte derartige Veranstaltung in Niederwinkling.

2002:

Das neue, am Dorfplatz erbaute, Feuerwehrhaus wurde seiner Bestimmung übergeben. Im Sozialtrakt befinden sich: Küche, Büro, Aufenthalts-, Bekleidungs-, Wirtschafts-, Jugend, Putzmittel-, Lager- und Versorgungs-Räume sowie ein Lehrsaal, Toiletten für Damen und Herren eine Dusche und eine Werkstatt. Die Fahrzeughalle hat vier Stellplätze mit vier Falttoren mit Seilzugöffnung, Abgas-Absauganlage mit automatischer Eins- und Abschaltung und vier mitfahrenden und selbstständig abkuppelbare Auspuffanschlüsse, sowie Luft- und Wasseranschlüssen für alle Fahrzeuge. Ein Schlauchturm, vollautomatisch für 80 b- und C-Schläuche, sowie eine Schlauchpflege mit Einweichen, Waschen , Prüfen, Dokumentieren und Aufrollen ist jeweils an die Fahrzeughalle angebaut. Das gesamte Gebäude besitzt eine Notstromversorgung. Feuerwehrmitglieder und andere Helfer, die am Bau beteiligt waren, erbrachten über 6000 Arbeitsstunden. Der Verein unterstützte die Baumaßnahme mit einer größeren Summe. Zur besseren Information der Einsatzkräfte wurde ein SMS-Alarmierungs- und Informationsgerät in Betrieb genommen.

Einer der größten Einsatze im der Geschichte der FFW Niederwinkling:

Niemand konnte sich bei der Indienststellung des neuen Feuerwehrhauses vorstellen, dass es zwei Monate später als „Katastrophenzentrum“ herhalten musste.

Am 13. Juli 2002 wurde die FFW Niederwinkling zu einem überschwemmten, älteren Gebäude in die Deggendorfer Straße gerufen. Da dieses Wohnhaus etwa einen Meter tiefer lag als die vorbeiführende Staatsstraße, wurde man schon des Öfteren zu diesem Haus wegen Hochwassers gerufen. Gegen 4.20 Uhr wurde der Alarm ausgelöst. In Niederwinkling wird neben den FME- und dem SMS-Alarm auch immer die Sirene bei jeder Alarmstufe ausgelöst. Dies stellte sich dann aus großer Vorteil heraus. Bereits bei der Anfahrt zum Einsatzobjekt stellten die Einsatzkräfte fest, dass der Regen immer stärker wurde. Die Fahrer der Einsatzfahrzeuge hatten Probleme, da die Scheibenwischer den Wassermassen kaum mehr Paroli bieten konnten. An der Einsatzstelle wurde zunächst die Tauchpumpe (TP4) des TLF in Stellung gebracht. Der Strom kam vom mitgeführten 5kV-Notstromaggregat. Während des Einsatzes entwickelte sich das Wetter zu einem regelrechten Sturzregen, der dann ca. 3 Stunden andauerte. Da mittlerweile mehr Wasser in das Haus floss als ausgepumpt werden konnte, wurde der Einsatz mit der Tauchpumpe abgebrochen. Aufgrund der zahlreich anwesenden Einsatzkräfte wurden das TSF und das MZF vorsorglich zu Kontrollfahrten (die Straßen waren zu diesem Zeitpunkt noch befahrbar) durch die Ortsteile Nieder- und Oberwinkling sowie dem vorhandenen Industriegebiet in Marsch gesetzt. Allmählich wurden immer mehr Straßen überflutet. Der „Pegelstand“ änderte sich in kurzen Abständen auf nahezu einen halben Meter auf den Straßen. Die Keller aller Wohnhäuserdiesem Bereich waren komplett unter Wasser, im Erdgeschoß der Wohnhäuser stand das Wasser zwischen einem halben und einem Meter. Die beiden Einsatzfahrzeuge steuerten nach den Kontrollfahrten zunächst wieder den Einsatzort in der Deggendorfer Straße an. Da beim Mannschaftsraum des TSF beide Schiebetüren offen waren, bahnte sich das Hochwasser seinen Weg durch den Mannschaftsraum des Fahrzeuges. Der abgehängte Feuerwehranhängerwurde an einer stabilen Zaunsäule befestigt, bevor er davon schwimmen konnte. In einem Nebengebäude der Einsatzstelle wurde in „letzter Minute“ eine bettlägerige Frau, deren Schlafzimmer im Erdgeschoß lag, von den Einsatzkräften der FFW Niederwinkling gerettet. Das Wasser stand im Schlafzimmer etwa einen halben Meter hoch.

Da bei den Kontrollfahrten festgestellt wurde, dass der größte Teil des Dorfes und ein Teil des Industriegebietes vom Hochwasser betroffen waren, wurde die Landkreisführung KBR, KBI und KBM alarmiert. Diese ließen sofort Alarm für 14 Landkreiswehren auslösen. Weiterhin wurden vier THW-Ortsverbände und die Katastropheneinheiten des BRK Richtung Niederwinkling in Marsch gesetzt. Zwei Nachbarfeuerwehren mussten aber wieder umkehren, da zwischenzeitig auch in ihrem Gemeindebereich die Hochwasserlage „brenzlig“ wurde. Die Niederwinklinger Feuerwehr wurde zum Feuerwehrhaus zurückbeordert. Durch das Hochwasser war der gesamte Ort ohne Stromversorgung. Als großer Vorteil hat sich hier wieder die Notstromversorgung des Feuerwehrhauses erwiesen. Außerdem lag es etwas höher und darum vom Hochwasser nicht betroffen. Das alte Gerätehaus stand etwa 30 cm unter Wasser, der ortsansässige Metzger, Bäcker und Einkaufsmarkt konnten keine Lebensmittel mehrproduzieren bzw. verkaufen. Somit konnten weder die Einsatzkräfte noch die Einwohner mit Lebensmitteln versorgt werden, dadurch wurden die Leute psychisch labiler. Dies konnte durch die Einsatzkräfte des BRK kompensiert werden. Die Versorgung mit Lebensmitteln und Getränken wurde von auswärtigen Metzgereien, Bäckereien und Getränkemärkten sichergestellt.

 

 

Nachdem der Regen aufgehört hatte, waren allmählich auch die Straßen wieder befahrbar, somit konnten die stark beschädigten Wohnungen von Feuerwehrkräften entrümpelt und ausgepumpt werden. Auch für die Sperrmüllentsorgung und den Verleih von über 20 Trocknungsgeräten war die Feuerwehr zuständig.

Die FFW Niederwinkling war sechs Tage im Dauereinsatz. Erst dann konnten sich die örtlichen Einsatzkräfte um die Schäden zuhause kümmern.

Etwa vier Wochen später wurde allerdings wieder Alarm für zahlreiche Feuerwehren mit dem Stichwort „Hochwassereinsatz in Niederwinkling“ ausgelöst. Hier gelang es allerdings den 23 Feuerwehren und zwei THW-Ortsverbänden eine weitere Hochwasserkatastrophe durch ihren kompetenten Einsatz zu verhindern.

Bei diesen beiden Großeinsätzen hatte das neue Feuerwehrhaus am Dorfplatz mit seiner Ausstattung, nach Meinung zahlreicher Einsatzkräfte aber auch Politiker, seine Feuertaufe hervorragend bestanden. Auch die Kritik an der Größe des Gebäudes, dessen umfangreiche Ausstattung und sowie des „aufgeblähten“ Fuhrparks und der mitgeführten Ausrüstung in bestimmten Bevölkerungsgruppen verstummte nach der großartigen Leistung der Feuerwehr abrupt. Die Bevölkerung dankt es mittlerweile der Niederwinklinger Feuerwehr durch ihren hervorragenden Besuch des jährlich am Fronleichnamsfests stattfindenden Feuerwehrfestes.

2001:

Auf dem Dach des neuen Schlauchturmes wurde eine neue zweite Sirene mit vier Lautsprechern und einem Tonerzeuger mit Akku-Betrieb angebracht. Als eine der ersten Wehren des Landkreises ersetzte die FFW Niederwinkling die bisher weiße Fahrzeugbeschriftung durch eine leuchtgelb reflektierende. Außerdem wurden die Konturen der Fahrzeuge und des Anhängers ebenfalls mit leuchtgelb-reflektierenden Streifen beklebt Das TLF 16/25 wurde mit Frontblitzern ausgestattet. Eine Umfeldbeleuchtung am TLF rundete die Anschaffungen ab.

2000:

Nachdem bei Verkehrsunfällen immer öfter „auslaufende Betriebsstoffe“ gebunden werden mussten, wurde vom Feuerwehrverein ein PKW-Anhänger mit roter Plane und Spriegel angeschafft. Auf diesem wurden die bisher von den Fahrzeugen mitgenommenen, aber auch neu beschafften Gerätschaften (Auffangbehälter, Ölbindemittel, Umfüllpumpe für Gefahrgut usw.) mitgeführt. Zugfahrzeug für den Anhänger ist das MZF. Durch die Vergrößerung des Fuhrparks wurde der Platzmangel mit zwei Stellplätzen, aber mit 3 Einsatzfahrzeugen und einem Anhänger, immer gefährlicher für die Einsatzkräfte.

1995:

Um für den geplanten Neubau des Feuerwehrhauses einen finanziellen Beitrag zu leisten, organisierte die FFW Niederwinkling ein viertägiges Heimatfest. Vom Bierzeltauf- und abbau, über Küchendienst, Bierzeltbetrieb und Losstand wurde alles von Feuerwehrmitgliedern und deren Frauen bewältigt. Beim Kirchenzug nahmen 45 Vereine teil, da zu diesem Fest auch auswärtige Feuerwehren eingeladen wurden. Am Nachmittag wurde der Bevölkerung eine THL-Einsatzübung mit Alarmanfahrt des TLF und TSF vorgeführt. Außerdem wurde eine Fahrzeugschau mit 12 Feuerwehrfahrzeugen und historischen Löschgeräten abgehalten. Die Bevölkerung beteiligte sich bei allen Veranstaltungen sehr zahlreich.

1994:

Das Leistungsabzeichen THL (Technische Hilfeleistung) wurde bei der FFW Niederwinkling eingeführt. Drei Löschgruppen legten die Leistungsprüfung der Stufe 1 erfolgreich ab.

1993:

Von der Firma Krümpelmann in Landshut wurde eine neue Rosenbauer VOX TS 818 mit BMW-Motor abgeholt. Sie löste die VW-TS ab und wurde nach 17 Jahren (2010) an eine andere Gemeindefeuerwehr weitergegeben. Bei der Gemeinde Niederwinkling wurde ein neues Feuerwehrhaus mit Schlauchpflege beantragt, welches zukünftigen Anforderungen entsprechen sollte. Es wurden verschiedene Feuerwehrhäuser besichtigt.

 

1992:

Die FFW Niederwinkling feierte in kleinem Rahmen ihr 120-jähriges Gründungsfest. Nachdem der Ford-Mannschaftwagen immer häufiger technische Mängel hatte, kaufte die Gemeinde Niederwinkling aus Polizeibeständen einen gebrauchten VW-Bus T3 mit 80 PS. Dieser wurde dann wieder von einigen Kameraden zu einem Feuerwehr-MZF umgebaut. Da einige Helfer schon beim Ford-Umbau dabei waren, hatte man schon Erfahrungen mit derartigen Umbauten. Auch dieses Fahrzeug wurde mit einem Fahrzeugfunkgerät 8FuG8b) und zwei Handfunkgeräten (FuG10), sowie einer Anhänger-Kugelkopfkupplung ausgestattet. Das MZF war 12 Jahre bis 2004 im Einsatz und wurde dann privat verkauft. Am TLF16/25 wurde zur besseren Sicherheit im Straßenverkehr ein Heckblaulicht angebracht.

1991:

Nachdem die FFW Niederwinkling durch zahlreiche Übungen die erforderlichen Kenntnisse für den Einsatz hydraulischer Rettungsgeräte erwarb, wurde den Landkreisführungskräften KBR, KBI und KBM im Rahmen einer Alarmübung der Stand der Ausbildung vorgeführt. Hierauf wurde der Feuerwehr der Autobahnabschnitt der BAB A3 Schwarzach-Metten zugeteilt.

1990:

Ein neues Tanklöschfahrzeug 16/25 mit hydraulischem Hilfeleistungssatz Mercedes LN 1120 mit 204 PS, ABS uns Sechsgang-Getriebe wurde von der Firma Ziegler in Giengen abgeholt. Mit dieser Anschaffung stieg die Anzahl der Übungen um ein Vielfaches. Es wurden jeden Montag (außer an Feiertagen) THL-, Funk-, Atemschutz-, Maschinisten- und Löschübungen abgehalten. Außerdem wurden acht Funkmeldeempfänger, 30 leuchtorange Schutzmäntel für THL-Einsätze und neun neue Schutzhelme mit Visier und Nackenschutz (reflektierend) angeschafft. Nicht mehr brauchbare Schutzkleidung wurde ausgesondert. Die Funkgeräte für das neue TLF wurden vom Vorgängerfahrzeug übernommen.

1989:

Für die geplante Anschaffung eines neuen TLF 16/25 mit hydraulischem Hilfeleistungssatz wurde von der FFW Niederwinkling eine Faschingshochzeit abgehalten. Die letzte wurde vor 12 Jahren (1977) vom mittlerweile aufgelösten Stammtisch Oberwinkling organisiert. Mit dem Erlös wurde die Fahrzeugbeschaffung finanziell unterstützt

1986:

Um den Kassenstand der Vereinskasse aufzubessern, wurde das erste Feuerwehrfest, damals noch Gartenfest genannt, am Fronleichnamstag beim Feuerwehr-Gerätehaus in Oberwinkling abgehalten. Da es den ganzen Tag regnete, kamen an die 150 Besucher. Heute sind es mehr als dreimal so viele.

1985:

Die Vorstandschaft beschloss ein Floriani-Fest zum Gedenken an die verstorbenen Kameraden abzuhalten. Es sollte am Florianstag, den 4.Mai oder am darauf folgenden Samstag in kleinem Rahmen stattfinden.

 

1982:

Durch ein neues Feuerwehrgesetz, das vom Freistaat Bayern verabschiedet wurde, sind die aktiven Feuerwehrmitglieder der Gemeinde Niederwinkling unterstellt worden. Somit ist nicht mehr der Kommandant, sondern der Bürgermeister der Gemeinde der oberste Dienstherr. Der Kommandant war nun Angestellter der Gemeinde und alle aktiven Mitglieder der Wehr wurden durch die Gemeinde versichert. Mit dieser Maßnahme änderte sich auch der Namen der Feuerwehr. Nachdem der Verein einer Namensänderung zugestimmt hatte, nannte man die Organisation „Freiwillige Feuerwehr Niederwinkling“. Unter diesem Namen wurde der Feuerwehrverein in das Vereinsregister eingetragen.

1981:

Nachdem die Gemeinde Niederwinkling ihren bisherigen Schulbus Ford Transit mit 50 PS durch einen neuen Mercedes Bus ersetzte, bauten einige Kameraden der Ford Transit zu einem Feuerwehr -Mannschaftswagen um. Das Fahrzeug wurde u.a. mit einer Lautsprecheranlage ausgestattet. Somit hatte die FFW Niederwinkling als zweite Feuerwehr des Landkreises drei Fahrzeuge in ihrem Fuhrpark. Allerdings wurde es im Feuerwehrhaus immer enger. Dieser Mannschaftswagen war 11 Jahre, bis 1992 im Dienst und wurde dann von einer Privatperson gekauft.

1980:

Ein neues TSF Mercedes 308 wurde wieder bei der Fa. Ludwig in Bayreuth abgeholt. Dieses Einsatzfahrzeug wurde ebenfalls mit einem Fahrzeugfunkgerät (FUG 8b) und zwei Handfunkgeräten (FuG 10) ausgestattet. Erheblich verbessert wurde der Bestand der Schutzkleidung. 15 Schutzanzüge Bayern II, 15 Paar Sicherheitsstiefel, 20 Paar Schutzhandschuhe, 15 Sicherheitsgurte und 15 neue Alu-Helme mit Nackenschutz in Tagesleuchtfarbe wurden angekauft. 15 alte Alu-Helme wurden ebenfalls mit dieser nachleuchtenden Farbe lackiert. Somit standen jetzt 30 komplette Schutzanzüge zur Verfügung. Allerdings musste die Garderobe für die Schutzkleidung erheblich umgebaut werden. Jeder Feuerwehrmann, der dann zu Einsätzen oder Übungen ausrückte, musste die komplette Schutzkleidung tragen.

1978:

Der schwere Atemschutz hielt bei der Winklinger Feuerwehr Einzug. Vier Atemschutzgeräte (Dräger), 8 Flaschen (300 bar) und 8 Masken wurden angeschafft. 20 Kameraden wurden ausgebildet und waren ab dem 1.Juli 1978 einsatzbereit. Weiterhin wurde das TLF 16/25 mit einem Fahrzeugfunkgerät (FuG 8b), zwei Handfunkgeräten (FuG 10) und einer Motorsäge ausgestattet. Der Einsatzwert des Fahrzeuges wurde dadurch erheblich gesteigert. Mit der oberösterreichischen Feuerwehr Gaspoltshofen wurde eine Partnerfeuerwehr gefunden, zu der bis heute ein ausgezeichnetes Verhältnis besteht.

1977:

Für die Ausstattung des Tanklöschfahrzeuges wurde eine Schaumzumischanlage, bestehend aus einem Zumischer Z2, einem Schwerschaumrohr und vier Schaummittelbehältern á 20l angeschafft, wobei die Feuerwehr bei mehreren Übungen erst den Umgang mit dem Löschmittel Schaum erlernen musste. Im gleichen Jahr wurden die ersten PKW-Brände mit Löschschaum bewältigt.

1973:

Die Sirenen-Funkalarmierung wurde im Landkreis Straubing-Bogen eingeführt. Alarmauslösende Stellen waren für den Bereich Bogen der Alarmgeber Polizei Bogen und für den Bereich Straubing/Mallersdorf die Landpolizei Straubing. Diese wurde nach Auflösung der Landpolizei-Dienststelle von der Feuerwehr Straubing übernommen. Nachdem die Feuerwehr Bogen 1978 ihr Einsatzzentrum mit Alarmierungsstelle erhielt, übernahm diese dann die jeweilige Nachalarmierung für den Alarmgeber Bogen. Als erstes wurden die Sirenen der größeren Feuerwehren, darunter auch Niederwinkling, mit Funk-Auslösern ausgestattet. Im Feuerwehrhaus wurde ein Funklautsprecher für die Alarmdurchsage angebracht.

1972:

Die FFW Niederwinkling feiert ihr 100-jähriges Gründungsfest und ließ die verte Vereinsfahne weihen. 96 Vereine nahmen an dem fest teil. Drei Musikkapellen und ein Spielmannszug sorgten für den nötigen Gleichschritt. Da kein Bierzelt aufgestellt wurde, fand die Veranstaltung in den örtlichen Gaststätten statt. Da am 1. Juli 1972 die Landkreiszusammenlegung der ehemaligen Landkreise Bogen, Straubing und Mallersdorf aufgrund der bayerischen Gebietsreform stattfand, war das Winklinger Feuerwehrfest, abgehalten am 1. und 2. Juli, das erste Gründungsfest mit Fahnenweihe im neuen Landkreis Straubing-Bogen. Auch der am 1.Juli neu installierte Kreisbrandrat hatte hier seinen ersten Auftritt. Die Fahne ist derzeit die aktuelle Vereinsfahne der FFW Niederwinkling und soll 2022 zum 150-jährigen Gründungsfest durch eine neue Fahne ersetzt werden. Das Fest soll am 3.Juli, fast auf den Tag genau nach dem 100-jahriugen Gründungsfest stattfinden.

1971:

Die erste Feuerwehr-Jugendgruppe der FFW Niederwinkling wurde gegründet. Somit war es möglich, ab 16 Jahren aktiven Feuerwehrdienst zu leisten. Die Gruppe legte im selben Jahr das Leistungsabzeichen in Bronze mit gutem Erfolg ab. Einige wenige „Harte“ dieser Jugendgruppe leisten auch heute (2018) noch aktiven Dienst.

1968:

Da die bisherige Unterbringung der Feuerwehrfahrzeuge nicht zufriedenstellend war, wurde in Oberwinkling (heute Hauptstraße 22) ein neues Feuerwehrhaus mit viel Eigenleistung der Feuerwehrangehörigen gebaut. Es hatte zwei Fahrzeugstellplätze, eine Heizungsanlage, eine Schlauchwaschanlage mit Einweichtrog, einen Trockenturm mit manuellem Betrieb, sowie ein Schlauchregal und einen Platz für die Schutzkleidung. Eine gute Beleuchtung rundete die Ausstattung des neuen Gebäudes ab. Die bisherige Sirene wurde ausgemustert und durch eine neue E-57 Sirene ersetzt. Auch diese wurde zuerst auf dem Dach des Oberwinklinger Wirtshauses stationiert. Später kam sie auf das Dach des Rathauses. Rathaus und Feuerwehrhaus wurden 2014 abgebrochen (heute steht dort ein modernes Hotel), die e-57 Sirenen wurde abgebaut, ausgesondert und durch eine neue Hochleistungssirene auf dem Dach des Schulhauses ersetzt.

 

1965:

Ein Meilenstein in der Geschichte der FFW Niederwinkling war die Anschaffung eines Tanklöschfahrzeuges, damals auf dem Land ein sehr seltenes Fahrzeug. Die aufstrebende Industrie in den beiden, immer näher zusammenrückenden, Dörfern war der Grund für die Stationierung in Niederwinkling. Das TLF16/25 Mercedes Kurzhauber 1113, 125 PS mit Heines-Aufbau und Balcke-heckpumpe wurde auch wieder von der Fa.Ludwig in Bayreuth geliefert. Es hatte zwei Sauganschlüsse hinten an der Heckpumpe und vorne rechts, unter der Stoßstange. Das TLF war das zweite Fahrzeug dieses Typs im damaligen Landkreis Bogen. Im ehemaligen Landkreis Straubing war noch kein einziges TLF stationiert. Zunächst wollte die Gemeinde das VW-TSF an eine andere Feuerwehr der Gemeinde weitergeben (15 Jahre später bekam die Wehr dann das VW-TSF!). Die Landkreisführung bestand jedoch auf den Verbleib in Winkling. Somit hatte die Feuerwehr Winkling zwei Einsatzfahrzeuge. Während das TSF im Spritzenhaus in Niederwinkling stand, wurden für das TLF geeignete Unterstellmöglichkeiten gesucht. Verschiedene Winklinger Betriebe stellten Garagen für die Feuerwehr zur Verfügung. Da bisher mit den blauen Uniformjacken und einigen schwarz lackierten Wehrmachtshelmen ausgerückt wurde, beschaffte die Gemeinde eine der damaligen Zeit entsprechende Schutzkleidung. Dies waren 15 schwarzeAlu-Helme mit Nackenschutz, neun Schutzanzüge, sechs Schutzmäntel, sowie 15 Paar Gummistiefel. Während die Schutzanzüge im Spritzenhaus beim TSF untergebracht wurden, musste die Schutzkleidung für die Besatzung des TLF wegen der verschiedenen Unterstellplätze im Fahrzeug mitgeführt werden. Das TLF16/25 war 25 Jahre im Einsatz der FFW Niederwinkling. Es wurde 1990 ausgesondert und an eine Werksfeuerwehr verkauft.

1955: Die Gemeinde Niederwinkling beschaffte eine neue, mittlerweile genormte, TS 8/8 mit VW-Motor und Wasserringentlüftung. Geliefert wurde diese von der Fa. Ludwig in Bayreuth. Zunächst wurde diese Tragkraftspritze mit dem vorhandenen Spritzenanhänger transportiert. Dieser Anhänger wurde dann von einem der wenigen Traktoren zum Einsatzort gezogen. Auch zu überörtlichen Einsätzen wurde mit diesem Gefährt ausgerückt. Diese TS 8/8 war 38 Jahre bis 1993 im Dienst. Heute kann man dieses Gerät im Feuerwehrhaus besichtigen.

1958:

Die Wehr erhält ein neues genormtes Tragkraftspritzenfahrzeug VW-Bulli 1 mit 28 PS und vier Mann Besatzung. Es wurde ebenfalls wie die TS 8/8 von der Fa. Ludwig in Bayreuth geliefert. Dieses Fahrzeug konnte wieder im bisherigen Spritzenhaus untergestellt werden. In verschiedenen Zeitungsberichten wurde die Schnelligkeit der FFW Niederwinkling mit diesem Fahrzeug lobend erwähnt. Allerdings hatten damals noch viele Nachbarwehren nur Spritzenanhänger zur Verfügung. Das TSF war 22 Jahre, bis 1980 im Dienst und wurde dann von einer anderen Feuerwehr der Gemeinde übernommen. Das Fahrzeug ist heute im Privatbesitz eines Niederwinklinger Bürgers. Es ist fahrbereit und bis auf kleinere Umbauten fast im Originalzustand.

1957:

Die Feuerwehrmänner bauten sich einen von der Gemeinde Niederwinkling angekauften, gebrauchten LKW Opel Blitz 1,5t zum Einsatzfahrzeug um. Die Kabine wurde rot lackiert und mit einem blauen Blinklicht versehen. Der Aufbau mit den verschiedenen Halterungen und zwei Sitzbänken für je drei Personen wurden auf der Brücke des Fahrzeuges montiert. Zusätzlich wurde noch eine Leiterhalterung, auf der zweit Steckleiter-Teile mitgeführt wurden, angebracht. Dies hatte leider zur Folge, dass das Fahrzeug aufgrund seiner Höhe nicht mehr in das vorhandene Spritzenhaus in Niederwinkling passte. Es wurde dann kurzerhand im Wirtsstadl Oberwinkling untergestellt. Da mittlerweile auf dem Dach des Wirtshauses eine Sirene (es war eine Handsirene, die mit einem Elektromotor, einem Mast und einem Blechdach ähnlich der heutigen Sirenen ausgestattet war, stationiert war und im Gasthaus eines der wenigen Telefone vorhanden war, wurde hier die Feuermeldestelle eingerichtet, gekennzeichnet durch ein Schild.

Das im Wirtshaus täglich besetzte Gastzimmer wurde dann auch als „Bereitschaftsraum“ verwendet. Somit war alles zentral zusammengefasst. Dies erhöhte die Schlagkraft der Feuerwehr enorm, falls der Fahrzeugmotor „mitspielte“. Der LKW wurde nach 1 ½ Jahren außer Dienst gestellt und an eine KFZ-Werkstatt verkauft. Dort wurde das Gefährt zu einem Abschleppfahrzeug umgebaut und war als solches bis etwa 1985 im Einsatz. Der weitere Verbleib des Fahrzeuges ist unbekannt, vermutlich wurde es verschrottet.

1952:

Die FFW Niederwinkling hielt ihr 80-jähriges Gründungsfest und die dritte Fahnenweihe (diese Fahne wird heute noch eingesetzt, falls zwei Fahnenabordnungen benötigt werden). Sieben Jahre nach dem Ende des Krieges und fünf Jahre nach den ersten Neuwahlen, war dies ein kühnes Unternehmen. Das Geld war knapp und das Leben auf dem Land ziemlich karg, trotzdem wurde es ein gelungenes Fest, an dem auch zahlreiche auswärtige Vereine teilnahmen. Auch hier war viel Improvisation gefragt, mittlerweile hatte man dafür schon ein gewisses Gespür..!

1945-1947:

Nach dem zweiten Weltkrieg führte die US-Besatzungsmacht in beiden Dörfern einen Feuerwehr-Notdienst ein. Dieser wurde dann auch von älteren Feuerwehrmännern (die Jüngeren waren in Gefangenschaft oder gefallen) und Frauen mit der ziemlich heruntergewirtschafteten Feuerwehrausstattung geleistet. An den Feuerwehruniformen, die dann allmählich wieder getragen werden durften, wurde die Bezeichnung „FIRE-DEPT.“ Angebracht, um der Besatzungsmacht deutlich zu machen, dass es sich bei den Uniformträgern nicht um Militär handelte. Direkt nach Kriegsende durften keine Uniformen getragen werden.

1947:

Die FFW Niederwinkling wählte wieder einen Kommandanten und einen Vorstand, sowie deren Stellvertreter nach demokratischen Richtlinien. Bei dieser Wahl wurde sowohl der Kommandant als auch der Vorstand in einer Person vereint, das Gleiche wurde auch mit dem Stellvertreter durchgeführt. Diese Doppelfunktion wurde bis 1991 (als 44 Jahre lang) beibehalten. Die Nachkriegszeit war für bei den Dorffeuerwehren geprägt von Improvisation und vom Organisieren. Da der Kommandant ein Bauer war, packte er einige Lebensmittel auf sein Fuhrwerk, fuhr in die nächstgelegene Stadt um diese gegen Feuerwehrgegenstände, die dort oft doppelt oder gar dreifach vorhanden waren, zu tauschen. Noch in den 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts wunderte sich so mancher junger Feuerwehrmann, wie der eine oder andere Schlauch zur Winklinger Feuerwehr kam, waren doch die Ortschaften, die auf den Schläuchen aufgedruckt waren, so weit entfernt, dass ein gemeinsamer Einsatz, bei dem das Schlauchmaterial vertauscht wurde, nicht möglich war. Dieses Material stammt noch aus der Zeit des „Organisierens“, wie dies damals genannt wurde. Heute würde man es Beschaffung nennen.

1939-1945:

Während des zweiten Weltkrieges wurden immer mehr aktive Feuerwehrangehörige zum Militärdienst eingezogen. Somit mussten die älteren, nicht kriegsdiensttauglichen Männer zum Feuerwehrdienst verpflichtet werden. Später wurden diese dann durch Frauen und die in den Orten übliche Hitlerjugend (ab 14 Jahren verstärkt). Durch die häufigen Einsätze bei Tieffliegerangriffen und dem immer größer werdenden Materialmangel, war die Ausstattung der Feuerwehr immer desolater und nur noch mit Improvisation aufrecht zu erhalten.  So mancher Feuerwehreinsatz wurde damals zu einer lebensgefährlichen Aktion, da feindliche Tiefflieger urplötzlich auftauchten auf alles schossen, was sich bewegte.

1933:

In der FFW Niederwinkling hielt der militärische Drill Einzug. Neben den obligatorischen Feuerwehrübungen wurden nun auch Exerzierübungen mit Holzgewehren (wie von zeitzeugen berichtet) durchgeführt. Bei den jährlich angeordneten Übungen im zuständigen Bereich wurde von den Kreisfeuerwehr-Führungskräften, die damals alle militärischen Dienstgrade hatten (Major, Hauptmann, usw.), neben den gemeinsamen Einsatzübungen auch eine Parade der teilnehmenden Wehren abgenommen. Je nach Ausrüstung rückten die Feuerwehren mit Motor- oder Handruckspritzen an, da damals Feuerwehrfahrzeuge auf dem Land noch sehr selten waren. Trotzdem war der Übungserfolg sehr beachtlich, wie von Teilnehmern in späteren Jahren berichtet wurde.

1922:

Eine neue BMW-Anhängermotorspritze wurde von der Gemeinde Niederwinkling für die Winklinger Wehr angekauft. Dieser Einachsanhänger, auf dem die Pumpe und die vorhandene Ausrüstung verlastet war, wurde meistens im Nahbereich von den Einsatzkräften zum Einsatzort gezogen. Der Löschangriff erfolgte dann ähnlich wie mit der Handdruckspritze. Für überörtliche Einsätze wurde ein Zugfahrzeug organisiert. Diese Anhängerspritze war auch während der schweren Zeit des zweiten Weltkrieges im Einsatz und musste dann allerhand Blessuren über sich ergehen lassen. Nach 33 Jahren im Einsatz wurde dieses Gerät durch eine TS8/8 ersetzt. Die „Spritze“ wurde dann an eine andere Feuerwehr der Gemeinde weitergegeben. Mit ihrer Pumpenleistung von 600l/min war diese dort noch jahrelang im Einsatz.

1909:

Nach 27 Jahren wurde wieder eine neue Fahne angeschafft. Es war die zweite Fahnenweihe der FFW Winkling. Das Fest wurde für alle Teilnehmer zu einem unvergesslichen Erlebnis. Auch diese handgestickte Fahne, die durch großen Zusammenhalt finanziert werden konnte, ist im Feuerwehrhaus in einem Glasschrank zu sehen.

Um 1900:

Da die bisherigen Löschmethoden nicht sehr erfolgversprechend waren, wurde durch die Gemeinde Niederwinkling (die Gemeinde stellte die Ausstattung, die Feuerwehr die Mannschaft) eine pferdebespannte Handdruckspritze mit sechs Sitzplätzen und der dazugehörigen Ausstattung sowie mehrere Lederhelme und Hakengurte beschafft. Wurde ein Feueralarm „ausgelöst“, meistens durch den Kirchenmessner mit der im Kirchturm hängenden Feuerglocke, so hatte der von der Feuerwehr eingeteilte Vorspanndienst (Feuerwehrmitglieder, meist Bauern oder deren Knechte) schnellstens mit zwei eingeschirrten Pferden zum Spritzenhaus zu eilen, die handdruckspritze zu bespannen und dann samt Besatzung zum Brandobjekt zu bringen. Am Einsatzort wurde dann das Löschgerät zu einem Graben oder Teich gefahren. Von dort wurde dann, mittels der mitgeführten C-Schlauchhaspeln, die an den beiden vorhandenen Pumpenausgängen angeschlossen wurden, zwei Leitungen zum Brandobjekt verlegt. Während ein Teil der Mannschaft einen Löschangriff mit zwei c-Rohren durchführte (Verteilerstücke wie heute üblich, gab es damals noch nicht), musste der Rest der Mannschaft eine Saugleitung verlegen und die Pumpe bedienen. Dabei reichten die sechs auf der Handdruckpumpe mitfahrenden Kameraden oft nicht aus, so dass die anderen Feuerwehrler mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Einsatzstelle eilten. War die Einsatzstelle weiter entfernt (es wurden durchaus überörtliche Einsätze gefahren), wurde auch mit dem Pferdewagen nachgefahren. Nach gut 22 Jahren im Einsatz wurde die Spritze an eine mittlerweile neu gegründete Gemeindefeuerwehr weitergegeben. Außerdem wurde in diesem Zeitraum ein neues Spritzenhaus in Niederwinkling (heute Deggendorfer-Abzweigung Bajuwarenstraße) mit Schlauchturm erbaut und dort die gesamte Ausrüstung der FFW Niederwinkling untergebracht. Nachdem 1968 in Oberwinkling ein neues Feuerwehr-Gerätehaus entstand, wurde das alte Gebäude erst von der Gemeinde als Unterstellplatz, später als Notschlachtstätte für die Belange der Bauern genutzt. Fast 100 Jahre nach der Errichtung wurde das ehemalige Spritzenhaus 1998 abgerissen.

1882:

Nachdem die Mitglieder der Feuerwehr Uniformen hatten und durch Mitgliedsbeiträge ein gewisser Kassenstand vorhanden war, wurde die erste Vereinsfahne angeschafft und geweiht. Es darf angenommen werden, dass es auch Spender gab, die sich an einer Finanzierung beteiligten. Leider sind über diese erste Fahnenweihe der FFW Niederwinkling keine Aufzeichnungen erhalten. Die erste Fahne der FFW Niederwinkling ist heute in einem Glasschrank im Feuerwehrhaus zu besichtigen.

1872:

Gründung der FFW durch Bürger der damals noch zwei eigenständigen, gut einen Kilometer auseinanderliegenden Dörfer Ober- und Niederwinkling. Da Niederwinkling etwas größer war, wurde auch die Gemeinde Niederwinkling genannt. Der oberste Dienstherr war der, von den Mitgliedern gewählte, Kommandant. Die erste Ausrüstung bestand aus Ledereimern, welche im Einsatzfall von einer Menschenkette von der Wasserentnahmestelle zum Brandobjekt von Hand zu Hand gereicht wurde. Der Vorderste schüttete dann den Inhalt des Eimers ins Feuer. Der leere Eimer wurde dann wieder zur Wasserentnahmestelle gereicht und wieder befüllt. Da man unter den Helfern keinen Unterschied erkennen konnte, wer als Feuerwehrmann aktiv und wer normaler Helfender war, wurden im Laufe der folgenden Jahre Uniformen zur besseren Kenntlichkeit angeschafft. Da bei der Gründung der Wehr keines der beiden Dörfer benachteiligt werden sollte, wurde die Organisation „Freiwillige Feuerwehr Winkling“ genannt. Diese Bezeichnung wurde dann bis 192, also 110 Jahre lang geführt und war bis dahin auf allen Vereinsfahnen aufgestickt.